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Impressum

Chronik

Steinklingen war mit seinen 98 Einwohnern im Jahre 1948 der kleinste Ortsteil der Gemeinde Oberflockenbach. Im September 1948 fanden sich 30 Steinklingener im späterem Vereinslokal "Grüner Baum" zusammen, um noch im gleichen Jahre die Kultur- und Sportvereinigung Steinklingen 1948 zu gründen. Die Vereinigung diente laut Satzung der kulturellen und sportlichen Förderung. Kulturell durch die Abhaltung von Vorträgen und Spielabenden und sportlich durch körperliche Ertüchtigung.

Gründungsmitglieder waren :
Hans Sauer, Willi Sauer, Arthur Sauer, Karl Watzel, Anna Reisig, Adolf Sauer, Adam Schmitt, Sepp Ginal, Adam Sauer, Karl Sauer, Traudel Sommer, Hans Seib, Franz Ginal, Otto Jungmann, Siegfried Jäger, Peter Fath

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Dem kulturell gesteckten Ziel entsprechend, wurde bereits 1949 eine Laienspielgruppe gegründet. Unter der Leitung der Lehrer Lauer und Ernst Jungmann, sowie ab 1951 durch Gotthard Hoffmann wurde die Laienspielgruppe weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Zu dem Programm gehörten Stücke wie "Die Brautschau", "Der Gewissenswurm", "Die Spinnstube".

Ein Besitzerwechsel des Vereinslokals und damit verbundene bauliche Veränderungen, hatten die Auflösung der Laienspielgruppe im Jahre 1964 zur Folge. Die kulturelle Vereinsarbeit erhielt dadurch einen schweren Rückschlag.

Unter der Leitung von Siegfried Jäger hatte sich die Kultur- und Sportvereinigung Steinklingen bereits 1952 der Kulturgemeinde Weinheim angeschlossen. Eine ständig anwachsende Interessengemeinschaft besucht seither Theatervorstellungen in der Stadthalle Weinheim. Eine in der heutigen Zeit sicher nicht selbstverständliche Verbundenheit mit dem Verein hat hier Siegfried Jäger gezeigt, der diese Gemeinschaft bis auf den heutigen Tag betreut.

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Der damalige Kulturwart Gotthard Hoffmann sorgte durch Vorträge und Filmvorführungen des Volksbildungswerkes dafür, dass der Verein seinen kulturellen Aufgaben gerecht wurde. Ebenso gründete er eine Volkstanzgruppe, die aus 10 bis 12 Tanzpaaren bestand und bis in das Jahr 1956 aktiv war.

Bereits vor der Vereinsgründung hatten sich einige Steinklingener Einwohner im TV Wünschmichelbach 1920 und auf der "Steinklingener Turnwiese" am selbstgebauten Barren und auch am Reck unter der Leitung von Nikolaus Fath turnerisch erprobt. Um Spiel und vor allem Turnen als Breitensport aufbauen zu können, bedarf es der Fachleute, die auf diesem Gebiet vorbelastet sind. Gotthard Hoffmann konnte aufgrund seiner vieljährigen Vereinstätigkeit in seiner alten Heimat Danzig diese Aufgabe für die Kultur- und Sportvereinigung Steinklingen übernehmen.

Voraussetzung für sportliche Betätigung ist immer ein entsprechender Sportplatz. Das Mitglied Otto Jungmann, früher selbst aktiver Turner, stellte dem Verein und der Schule das passende Gelände gratis zur Verfügung.

Helfer und Schulkinder verteilten auf dem Gelände über 800 Schubkarren mit Sand und Schotter, bis es schließlich gelang, eine in Schwetzingen stationierte hilfsbereite amerikanische Spezialeinheit für Planierungsarbeiten zu gewinnen. Nach einer Woche gründlicher Arbeit konnte 1952 nach einer zünftigen Platzweihe der Sportbetrieb eröffnet werden.

Neben der bereits seit der Gründung bestehenden Tischtennisgruppe unter der Leitung von Hans Seib sen. und der Turnriege, entschied man sich nun auch den Faustballsport zu betreiben.

Mit den Jahren machte sich jedoch das Fehlen sportlichen Nachwuchses bemerkbar. Die Folge war, daß der in den ersten Jahren rege Sportbetrieb immer stärker abnahm. Erst im Jahr 1967 fand sich eine Interessengruppe, die viele Volksläufe und sogar Kreis- und Landesmeisterschaften mit gutem Erfolg besuchte. Hermann Kuhn stand mit über 60 Jahren zweimal einen Geherwettbewerb über 100 km durch und Lothar Sauer wurde 1971 Landesmeister im 50 km Gehen.

Im Jahre 1970 konnte der Sportbetrieb wieder auf breiter Basis aufgebaut werden. Durch die Erweiterung der Baugebiete unseres Ortes stieg die Einwohnerzahl und damit auch die Zahl der Vereinsmitglieder beachtlich an. Dies ermöglichte es den Faustballsport intensiver zu betreiben. Unter der Leitung von Hildegund Ruschka wurde eine Frauen Gymnastikabteilung ins Leben gerufen, die auch heute noch besteht.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und befreundeter Vereine konnte die Kultur- und Sportvereinung Steinklingen vom 29.06. - 01.07.1973 ihr 25-jähriges Vereinsjubiläum feiern.

Ein besonders wichtiges Jahr war 1986 für den Verein. Einige Tennisbegeisterte hatten sich zum Ziel gesetzt, eine Tennisanlage in der Gemeinde zu erstellen. Bei der Kultur- und Sportvereinigung Steinklingen stand man diesem Ansinnen offen gegenüber, so daß bei der Generalversammlung am 28.02.1986 die Angliederung einer Tennisabteilung beschlossen wurde. Dies hatte zur Folge, daß der Verein einen Mitgliederzuwachs von bisher 190 auf über 400 Mitlieder zu verzeichnen hatte.

Bereits am 27. September 1986 konnten die vier Tennisplätze mit einem ansprechenden Rahmenprogramm ihrer Bestimmung übergeben werden. Es erfüllt uns mit Stolz, wenn mancher Besucher des Sportgeländes diese Anlage als eine der schönsten und idyllischsten im weiten Umkreis bezeichnet.

Zeitgleich wurde auch der weitere Ausbau des alten Vereinshauses in Angriff genommen, der die Verbesserung der Dusch- und Umkleideräume zum Ziel hatte. Weiter wurde ein Faustball-Rasenplatz angelegt, der 1988 eingeweiht werden konnte.

Unter der Federführung von Rosemarie Sauer gelang es die alte Tradition des Volkstanzes wieder ins Leben zu rufen. Besonders erfreulich war dabei, daß vor allem junge Mitglieder für die Sache zu begeistern waren. Über etliche Jahre war diese junge Truppe aktiv und erlangte ein gutes Ansehen. Leider war es nicht möglich, diese kulturelle Bereicherung unseres Vereinslebens kontinuierlich fortzuführen.

Bald zeigte sich, daß das alte Vereinshaus den gestiegenen Anforderungen des Vereins nicht mehr gerecht wurde. Nach langen und intensiven Planungen kam man zu dem Entschluß, dem Verein durch einen Um- bzw. Neubau eine neue Heimat und damit eine Basis für die Zukunft zu schaffen. Im Fühjahr 1994 fing man damit an die Planungen in die Realität umzusetzen.

Was in den folgenden Jahren auf dem Vereinsgelände entstanden ist, versetzt selbst die Planer in Staunen. Vor allem der Umfang der Eigenleistungen dürfte in der heutigen Zeit seinesgleichen suchen. Mitglieder und Freunde des Vereins haben in unzähligen Arbeitstunden dieses Vorhaben erst ermöglicht.

Sportliche Erfolge der Faustballabteilung:

Schülermannschaft :
7 x Badischer Meister
6 x Süddeutscher Meister
2 x Deutscher Meister

Jugendmannschaft :
7 x Badischer Meister
1 x Süddeutscher Meister

Männermannschaft I:
Aufstieg in die 2. Bundesliga

Damenmannschaft :
Aufstieg in die Verbandsliga